Freiwillige Feuerwehr Barum
  10. Gebäudebrand Bütlingen
 

10.09.2013

Wieder brennt Reetdachhaus in Bütlingen nieder – Feuerwehr muss zum zweiten mal in zwei Tagen zu Wohnhausbrand ausrücken

Erst vor zwei Tagen musste ein Großaufgebot an Feuerwehren in Bütlingen zu einem
Wohnhausbrand ausrücken. Die gut 200 Rettungskräfte kämpften über Stunden mit
den Brand eines Reetdachhauses und konnten das völlige Niederbrennen nicht verhindern.

Jetzt, kaum 30 Stunden nachdem die letzten Glutnester der ersten Einsatzstelle abgelöscht
waren, mussten die Feuerwehren wieder zu einem Reetdachhausbrand ausrücken. Bereits
auf der Anfahrt war klar, dass das Gebäude ebenfalls im Vollbrand steht. Umgehend wurde
ein umfangreiches Aufgebot an Rettungskräften alarmiert.

Insgesamt 10 Feuerwehren aus dem Landkreisen Harburg und Lüneburg kämpften mit
gut 200 Rettern über Stunden gegen die Flammen. Neben den eigenen Kräften der
Feuerwehren aus Bütlingen, Avendorf, Marschacht, Tespe und der Drehleiter aus Winsen
sowie dem Abrollbehälter „Geräte“ der feuerwehrtechnischen Zentrale, kamen auch Kräfte
des unmittelbar angrenzenden Landkreises Lüneburg zum Einsatz.

Der dritte Zug der Samtgemeinde Bardowick, bestehen aus den Feuerwehren St. Dionys,
Handorf, Horburg, Barum und Wittorf unterstützte die Feuerwehren an Anforderung vor Ort.

Glück im Unglück hatte der einzige Bewohner des Hauses. Er konnte durch einen
umsichtigen Nachbarn aus seinem brennenden Haus gerettet werden. Sichtlich
geschockt wurde dieser durch den anwesenden Rettungsdienst versorgt und betreut.

Unter der Leitung von Gemeindebrandmeister Frank Hupertz nahmen die Feuerwehren
zahlreiche C- und B-Rohre, so wie das Wenderohr der Drehleiter Winsen/Luhe vor. So
konnten die Nachbargebäude vor einer Brandausbreitung geschützt werden. Für das
Wohnhaus und das angrenzende Wirtschaftsgebäude bestand allerdings keine
Chance auf Rettung mehr.

Abermals ist die Feuerwehr Bütlingen über Stunden mit der Kräfte zerrenden Aufgabe
der Nachlöscharbeiten und dem mühsamen Abtragen des Reetdachhauses beschäftigt.
In der vergangenen Woche rückte die Feuerwehr Bütlingen nun zu insgesamt fünf
Brandeisätzen aus. Darunter die beiden Großbrände der vergangenen Tage.

Zu der Brandursache, auch an der alten Einsatzstelle von vor zwei Tagen hat die
Polizeiinspektion Harburg die Ermittlungen aufgenommen. Betitelt die Polizei den
letzten Brand mit einem Sachschaden von ca. 300.000.- Euro, steht die Schadesshöhe
bei diesem neuerlichen Feuer noch nicht fest.


Bericht: Lutz Wreide, SG-PW Elbmarsch, Kreis Harburg
Bild: Lutz Wreide, SG-PW Elbmarsch, Kreis Harburg