Freiwillige Feuerwehr Barum
  2011 Scheunenbrand Radbruch und Brandgeruch Wittorf
 
Großfeuer in Radbruch vernichtet Scheune und verursacht ca. 500.000 € Schaden – 117 Einsatzkräfte konnten angrenzendes Wohnhaus und Lagerhalle retten
 
Ein Großfeuer hat am Dienstag, den 18. Oktober, den Einsatz aller neun Ortsfeuerwehren der Samtgemeinde Bardowick, sowie den der Feuerwehr Lüneburg und des ABC – Zuges der Kreisfeuerwehr Lüneburg gefordert.
Gegen 9.15 Uhr wurde der Brand der Einsatzleitstelle in Lüneburg gemeldet, die umgehend die Feuerwehren aus Radbruch. Vögelsen, Mechtersen und Bardowick alarmierte. Da bei Eintreffen der ersten Kräfte an der Straße „Im Brook“ die gut 25 mal 30 Meter große Scheune bereits in voller Ausdehnung brannte, und ein Übergreifen auf das benachbarte Wohnhaus und einer weiteren Halle drohte, ließ Bardowicks Gemeindebrandmeister Jens Prüße die Feuerwehren Barum, Handorf, Horburg, St. Dionys und Wittorf sowie den Gelenkmast der Feuerwehr Lüneburg nachalarmieren. Auch Lüneburgs Kreisbrandmeister Torsten Hensel rückte mit aus und machte sich vor Ort ein Bild von der Lage. 
Während des massiven Löschangriffs und beim Aufbau einer sogenannten Riegelstellung zum Schutz der umliegenden Gebäude kamen insgesamt 10 C -, 6 B – Rohre, sowie 1 Werfer zum Einsatz.
Zudem wurden aufgrund der starken Rauchentwicklung zahlreiche Atemschutzgeräteträger eingesetzt. Vier Feuerwehrleute wurde bei dem Einsatz verletzt, drei Kameraden wurden vom Rettungsdienst vor Ort versorgt, ein weiterer wurde zur Behandlung ins Lüneburger Klinikum verbracht.
Im weiteren Einsatzverlauf kam aufgrund der starken Rauchentwicklung der ABC – Zug der Kreisfeuerwehr Lüneburg zum Einsatz. Es wurden Messungen im Ortskern von Radbruch durchgeführt, um eine größere Gefahr für die Bevölkerung auszuschließen. Diese ergaben glücklicherweise, das keine Gefährdung für die Anwohner bestand.
Nach gut einer Stunde war das Feuer unter Kontrolle und man begann mittels eines Kettenbaggers Teile der bereits eingestürzten Halle zu entfernen, um an Glutnester im Inneren zu gelangen. In der Halle lagerten u.a. mehrere landwirtschaftliche Geräte, sowie drei PKW`s, die, wie die komplette Halle, ein Raub der Flammen wurden. Ein Sattelauflieger mit flüssigem Stickstoff fing zwar Feuer, konnte aber letztlich von den Einsatzkräften gerettet werden. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in die frühen Abendstunden hin.
Die Polizei beziffert den Schaden nach ersten Angaben auf ca. 500.000 €. Dem gegenüber stehen durch den Einsatz der Feuerwehren erhaltene Werte, die sicherlich in den Millionenbereich gehen dürften. Zur Brandursache konnten bislang noch keine Angaben gemacht werden, die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Noch während des Einsatzes in Radbruch wurde den Einsatzkräften ein Brandgeruch im Wittorfer Kindergarten von der Einsatzleitstelle gemeldet, dort schmorte eine Deckenlampe. Nach einer kurzen Kontrolle durch abgezogene Einsatzkräfte war hier glücklicherweise kein weiterer Einsatz erforderlich.

Anbei Bilder von der Einsatzstelle und ein Video der LZ:
http://www.landeszeitung.de/nc/lokales/video/album/galerie/brand-radbruch-2011/media/brand-auf-einem-hof-in-radbruch-10/nummer/0/